Dass am 14.10. die LH-Maschine aus Frankfurt ueberhaupt puenktlich in Guangzhou gelandet ist, lag nur an Annette, der einzigsten Aerztin an Bord. Sie wurde nach 4 Stunden Flugzeit zu einer akuten Nierenkolik eines spanischen Passagiers gerufen und musste entscheiden, ob der Pilot wenden oder weiterfliegen sollte. Die restlichen Flugstunden verbrachte sie in der Kuechennische neben dem auf dem Boden liegenden Patienten und kam dementsprechend ziemlich uebernaechtigt hier an.

Sonntag frueh wurde sofort der Pool ausprobiert. In der Nacht zuvor hatte es stark geregnet, d.h. das Wasser war schmutzig. Erkennen konnte man es aber erst, als Margret leicht schwarz aus dem Pool kam. Dieses Erlebnis reichte, um keinen weiteren Badetag mehr einzulegen : - )

Die ersten Tage in Guangzhou verbrachten wir mit Museumsbesuchen und dem Erkunden etlicher Maerkte. Besonders zugeschlagen haben die Damen auf dem Perlenmarkt. Der schwer erkaeltete Klaus hatte eine Engelsgeduld!

Am Donnerstag sind wir dann fuer 4 Tage nach Hong Kong gefahren: Peak (wo wir fuer eine Stunde gleich Annette und Margret verloren haben), Stanley, Aberdeen und natuerlich wieder shoppen. Auch eine Wanderung auf Lantau Island stand auf dem Programm. Beim anschliessenden Einkehrschwung im Stoep haben wir Christian mit einem Freund aus Deutschland getroffen. Zu siebt standen wir an der Bushaltestelle nach Mui Wo, dem Schiffsanlegerort zurueck nach HK. Mitgenommen aber hat uns nicht der Bus, sondern eine etwas durchgeknallte Kanadierin im Halloween-Hexengewand. Ich sass vorn auf Stefans Schoss und sah mich schon, bei rasender Geschwindigkeit, durch die Windschutzscheibe fliegen. Supertramp erklang in droehnender Lautstaerke aus den Boxen. Unsere CD ist verbrannt, zu kaufen gibt es sie hier nicht. Die nette Hexe hat sie uns zum Abschied geschenkt - eine Original-CD wohlgemerkt! Wir waren so froh, heil aus diesem Auto herauszukommen, dass wir erst die uebernaechste Faehre nahmen und noch ein Bier im China Bear tranken.

Wieder zuhause legte unser Besuch erst einmal einen 'day off' ein. Margret und Annette verwoehnten sich mit einer chinesischen Massage, waehrend Klaus Stefan beim Kauf eines Plasma-Fernsehers beraten musste.

Die restlichen Tage vergingen mit Sight-Seeing - viel gibt es ja hier nicht - und Einkaeufen, immer in der Hoffnung, dass aufgrund Annettes Einsatzes bei Lufthansa wenn schon kein Upgrade dann doch wenigstens Uebergepaeck moeglich waere.
Stefan hat Klaus mit auf die Baustelle genommen, was ihn sehr interessiert hat und an einem Tag musste er mit Charly und mir zum Tierarzt, um Beistand zu leisten.
Restaurants haben wir mehrere besucht, doch das typische kantonesische Essen fehlte. Zu dem hat Stefan dann einmal mittags eingeladen. Klaus war gar nicht begeistert, Margret und Annette fanden es immerhin interessant - ich bin gleich zuhause geblieben.

Inzwischen ist unser Besuch wieder in Kassel, ohne Upgrade und ohne erlaubtes Uebergepaeck, gelandet. Gefallen hat es ihnen sehr gut und wiederkommen wollen sie auch.

Im Dezember hat Annette ein Dankeschreiben von Lufthansa erhalten, beiliegend ein Business Class Ticket fuer einen Hin- und Rueckflug in eine europaeische Stadt ihrer Wahl.
     
14.-27.10.06    
     
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