Großregion: Südchina
  Provinz: Guangdong
  Einwohner: ca. 13 Millionen
  Ausländer: über 200.000
  Klima: Subtropisch
  Sprache: Kantonesisch
  Religion: Atheismus
  Währung: 10 Yuan ~ 1 Euro
  Zeit: MEZ +6/+7 Stunden
   
 

            Hauptstadt der Provinz Guangdong              Flaeche im Stadtgebiet: 7,434.4 km²

Wo das Reich der Mitte reich ist
Guangzhou, die groesste Metropole Suedchinas, liegt am noerdlichen  Rand des Perlfluss-Deltas und grenzt an die Sonderverwaltungszonen Hong Kong und Macao. Sie wird als das "suedliche Tor Chinas" bezeichnet. Guangzhou ist eine wichtige Hafenstadt und auch eine bekannte alte Kulturstadt Chinas. Schon in der Qin-Zeit war Guangzhou der Regierungssitz der Praefektur Nanhai. Sie ist die erste nach aussen geoeffnete Kuestenstadt Chinas.
Lange Zeit war Guangzhou Ausgangspunkt der so genannten „Seidenstrasse“. Ueber den Seeweg unterhielt die Stadt Handelsbeziehungen mit suedasiatischen Laendern wie Indien und Arabien.

Noch heute findet die weltbekannte Canton Fair zweimal jaehrlich statt.
Bis 1979 war diese Messe die einzige nennenswerte Verbindung der chinesischen Wirtschaft mit der Weltwirtschaft.
Ab den achtziger Jahren investierten viele auslaendische Unternehmen in Guangzhou. Zunaechst war ihr Ziel vor allem die Erschliessung des suedchinesischen Marktes. Im Vergleich zu anderen Staedten des Perlflussdeltas ist die Wirtschaft Guangzhous nicht nur die groesste, sondern auch die vielseitigste.

Vom Rest Chinas unterscheidet sich die Region durch eine eigene Sprache (man spricht Kantonesisch, nicht Mandarin), eine exotische Kueche und die Geschaeftigkeit der Menschen. Doch touristisch trat Guangdong bislang kaum in Erscheinung. Dabei liegt die Provinz vor der Haustuer von Hongkong und Macao, den Besucher-Hochburgen im Sueden Chinas - von hier lohnt sich ein Abstecher allemal, mit dem Zug ist man von Hongkong aus in 1 ½  Stunden in Guangzhou.
Die Stadt, die auch Kanton genannt wird, hat sich - aehnlich wie Shanghai - im vergangenen Jahrzehnt massiv veraendert. Wolkenkratzer und gigantische Shopping-Malls wuchsen und wachsen in den Himmel, Leuchtreklame und Spiegelfassaden glitzern um die Wette, Luxuslimousinen, Busse und Mopeds stauen sich auf den stets verstopften Strassen. Reichtum und Statussymbole allerorten. Kurz: Der Fortschritt ist in Kanton allgegenwaertig, ihm wurden und werden ganze Stadtteile geopfert. Wenn China modernisiert, dann richtig.
Augenblicklich bereitet sich die Stadt auf die Asean Games im November 2010 vor. Danach wird man Guangzhou vermutlich nicht mehr wiedererkennen.
Gleichwohl gibt es aber auch noch einige romantische Winkel zu besichtigen.

 


nach oben