Trip zum Huangshan

Der Huangshan ist der Gelbe Berg auf dem jeder Chinese einmal im Leben gewesen sein sollte. Das bedeutet: Wer diesen Berg gesehen hat, braucht keine anderen mehr.
Das Huangshan-Gebirge besitzt 72 Gipfel, von denen der heochste 1841 m erreicht. Es gehoert zu den fuenf beruehmtesten Gebirgen Chinas und ist der Idealtyp, wie ihn chinesische Maler seit Jahrhunderten darstellen: Steil aufragende Felsen mit bizarren Formen, im Fels wachsende knorrige Kiefern und Wolkenmeere. Es wurde 1990 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklaert.

Wir fliegen nach Tunxi und uebernachten im nicht empfehlenswerten Huangshan Hongta Hotel. Am naechsten Morgen holt uns unsere Reiseleiterin Rose mit dem Fahrer ab. Eine Stunde spaeter steigen wir an der Busstation Zai Xi in Tangkou Town in zwei Taxis um. Geplant war, mit dem Huangshan Bus bis zur Seilbahn zu fahren. Doch das haette zu lange gedauert. Um die Befoerderung des Gepaecks kuemmert sich Rose.

Unsere Wanderung beginnt an der neuen Seilbahn des Cloud Valleys auf einer Hoehe von 900m.
Vorab hatten wir bereits einiges recherchiert, doch weder erfahren wie lange die Tour dauert, noch ob sie schwierig sein wird. Auch Rose konnte uns keine konkreten Auskuenfte geben, da die meisten Touristen die Bahn auf den Berg nehmen.

Der Aufstieg beginnt mit Steinstufen. Dabei bleibt es! 7 km und 800 Hoehenmeter!!!

Wir koennten natuerlich die Traeger wecken und uns mit der Saenfte tragen lassen. Aber, wir sind ja schliesslich zum Wandern hier!

Unterwegs gibt es viele kleine Staende mit Getraenken, Obst, hartgekochten Eiern und anderen chinesischen Leckereien.

Die Unsterblichen weisen den Weg

     

Wir begegnen vielen Lasttraegern, die vom Berg zur Talstation wollen - sehen aber kaum andere Wanderer auf dem Weg nach oben.

Verliebte Paearchen koennen sich Schloesser kaufen, ihre Namen eingravieren lassen und an die vorhandenen Seile haengen. Die Chance, das Leben zu zweit bis zum Ende zu verbringen, wird damit groesser.

Nach 4 Stunden erreichen wir endlich die Gipfelstation, auf 1700m gelegen. Nun folgt ein schoener Weg auf einem Hochplateau. Hier treffen wir auf zahlreiche Touristen. 

Zu unserem Hotel geht es wieder abwarts auf eine Hoehe von 1540m. Doch bevor wir unter die Dusche springen, machen wir noch einen Abstecher zum Grand Canyon.

In kleine Glasformen mit chinesischen Tierkreiszeichen wird der Name gemalt.

Hier geht es nun richtig zur Sache! Mut und Schwindelfreiheit sind angesagt! So mutig sind wir nicht und schwindelfrei ebenfalls nicht! Doch selbst wenn, es wird schon fast dunkel - die Zeit das Abenteuer zu wagen, wuerde nicht mehr reichen.

Wer kein Geld hat, kann sich Zelte leihen. Wir belegen schmutzige Zimmer im Paiyunlou Hotel, einem ****Hotel auf dem Berg. Dieses Hotel ist noch weniger empehlenswert als das in Tunxi!

Nach einem sehr guten und sehr teurem Abendessen gehen wir zu einer sehr schlechten, aber ebenfalls teuren Fussmassage. Viel Auswahl gibt es sonst nicht. Die Hotelbar hat bereits um 20.30 Uhr geschlossen!!!

Am naechsten Morgen nach einem chinesischen Fruehstueck ohne Kaffee (das letzte gibt es um 7.40 Uhr) machen wir uns auf den Weg zur noerdlichen Seilbahn. 800 Meter nur entfernt, aber heute mit Gepaeck! Man kann sich aber auch einen Traeger nehmen, was zwei von uns auch tun.

Bei der noerdlichen Bahn handelt es sich um eine Kabinenbahn, in die 120 Menschen passen. Wir sind nur zu sechst.

weiter geht's nach Hongcun

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