Provinz: Shaanxi
  Einwohner: ca. 8,3 Millionen
   
   
   
   
   
 

   
Xi'an ist heute die Hauptstadt der Provinz Shaanxi und war frueher unter dem Namen Chang'an (ewiger Frieden) die Hauptstadt der 13 Dynastien wie Qin, Han, Sui und Tang.
Als eine alte Metropole und Ausgangspunkt der Seidenstrasse verfuegt Xi'an ueber 4000 historische Denkmaeler.

Beim Bummel durch die Altstadt fuehlt man sich in den Anfang des 19. Jahrhunderts zurueckversetzt.
Moderne Shopping Center und grosse Hotels sind zwar vorhanden, aber ansonsten scheint die Zeit stehen geblieben zu sein.

Die alte 14 km lange Stadtmauer von Xian ist die best erhaltene Stadtmauer Chinas. Sie wurde in der Ming-Dynastie (1368-1644) gebaut und umschliesst die Stadt rechteckig. Man kann auf der Mauer spazierengehen, radeln oder sich in einem Minibus fahren lassen. Zwischen Verkaufs- und Essensstaenden haben die Chinesen ihre eigenen modernen Sehenswuerdigkeiten aufgebaut. 

Die beruehmte Terracotta-Armee ist eine der wichtigsten archaeologischen Ausgrabungen und Kulturfunde des 20. Jahrhunderts. Der Fund wurde als das 8. Weltwunder bezeichnet. Vor 2200 Jahren liess sich der erste chinesische Kaiser, Qin Shihuangdi, schon in jungen Jahren, eine gigantische Grabanlage schaffen, die von einer Armee aus Tonsoldaten für immer bewacht werden sollte. Man schaetzt, dass insgesammt ca.7000 ueberlebensgrosse Figuren in dem Grab stehen, die alle ein unterschiedliches Aussehen aufweisen. Bis heute konnte noch nicht alles freigelegt werden, doch fand man auch schon die Ueberreste von Tonpferden, Bronzewaffen und hoelzernen Streitwagen.
Der Besuch dieser Anlage ist ein sehr beeindruckendes Erlebnis!

Schon vor unserer Reise stand fest, dass wir einen Terracotta-Soldaten mit nach Hause nehmen werden. Empfohlen wurde uns der Kauf im dortigen Museum. Vorab hatten wir uns bereits in mehreren Geschaeften
nach dem Preis erkundigt, um eine ungefaehre Vorstellung zu bekommen. So richtig deutsch denkend, dachten wir, im Museum bestimmt nicht uebers Ohr gehauen zu werden, was sich als Irrtum herausstellte. Wir konnten die ueberteuerten Figuren auf die Haelfte herunterhandeln! Darueber waren wir so veraergert, dass wir den naechstbesten Soldaten, ohne gross zu feilschen, an der Strasse gekauft haben.
Unsere Reiseleiterin hat unser Verhalten ueberhaupt nicht verstanden: "But Chinese like to bargain..." Handeln ja, aber wenn der Preis um die Haelfte faellt, im Museum wohlgemerkt, dann ist das doch Beschiss!
Auf dem Weg zum Parkplatz blieben Caro und ich noch an einigen Verkaufsstaenden stehen. Caro suchte einen kleinen Soldaten und ein Pferd fuer ihren Setzkasten. Beide Teile zusammen sollten 10 RMB (ca. 1 Euro) kosten, was uns als zu teuer erschien. Wir wollten weitergehen, wurden aber sehr aggressiv an den Jackenaermeln festgehalten. "Ok, 8" toente es. Daraufhin haben wir der Verkaeuferin 10 RMB gegeben. "No, 8 US$", hiess es ploetzlich. Nun wollten wir keinen Soldaten mehr und unser Geld zurueck haben, was nicht moeglich war. Soldat und Pferd wurden uns eingepackt, Wechselgeld erhielten wir nicht. Die reine Abzocke!
Im Flughafenshop konnte man uebrigens 5 Soldaten fuer nur 10 RMB kaufen. So etwas passiert in Guangzhou nicht!

Obwohl wir noch nie eine Stadt gesehen haben, die derart durch dreckige Luft verschmutzt ist wie Xi'an, hat sich die Reise gelohnt!

24.-26.2.06

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