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 Einwohner Neuseeland: ca. 4,4 Mill.
 Einwohner Christchurch: ca. 373.000
 Einwohner Kaikoura: ca. 3500
 Einwohner Nelson: ca. 50.000
 Einwohner Picton: ca. 2000
 Einwohner Wellington: ca. 450.000
 Einwohner Napier: ca. 56.000
 Einwohner Rotorua: ca. 55.000
 Einwohner Hamilton: ca. 130.000
 Einwohner Manukau: ca. 330.000
 Einwohner Auckland: ca. 1,3 Mill.
 

Neuseeland - Chinese New Year

Südinsel
Wieder einmal zieht es uns nach Neuseeland. In Christchurch mieten wir uns einen Campervan und fahren die Ostkueste hoch bis Kaikoura. Von dort geht es weiter ueber Nelson bis nach Picton. Diesen Teil der Suedinsel haben wir bei unserem letzten Besuch nicht geschafft. Anschliessend erkunden wir die Nordinsel von Wellington bis Auckland. In 11 Tagen legen wir 1500 km zurueck.
Die Staedte auf der Nordinsel sind groesser, versprechen viel, halten aber wenig. Auch dort wird am Abend der Buergersteig hochgeklappt.
Mit: Feel the spirit, don't dream it... do it! wird geworben.
Neuseeland ist ein Mekka für Liebhaber fuer all diejenigen, die den Nervenkitzel lieben. Zeitgenossen mit einem Hang zu luftiger Akrobatik haben die Qual der Wahl zwischen Bungyjumping, Fallschirmspringen, Skydiving, Abseilen und Fliegen; wer dagegen lieber auf dem Boden bleibt, der geht wandern, Mountainbiken, reiten, klettern oder laesst sich in einem Plastikball den Berg hinunterrollen ("Zorbing"). Nur haben wir niemanden gesehen, der es gemacht hat.
Wir reisen zur besten Jahreszeit, haben traumhaftes Wetter, tagsueber weit ueber 30°, abends gehen die Temperaturen runter auf 14°. Wo sind die ganzen aktiven Touristen?
Die Wirtschaftskrise erscheint sichtbar. In den groesseren Orten stehen Geschaefte leer, Gebaeude sind zu vermieten. Entlang der Highways wirkt vieles sehr aermlich und verkommen.
Die Landschaft ist abwechslungsreich, weit und offen, nicht ganz so einsam wie im Sueden, aber auch nicht so beeindruckend.
Je noerdlicher wir kommen, desto mehr Einheimische, Maoris, sehen wir. Viele arbeiten in der Gastronomie.
Freundliche, nette Menschen! Alles wirkt ein bisschen easy going.

Von Hong Kong fliegen wir nach Auckland und dann weiter nach Christchurch.
Unser erster Stopp ist Kaikoura, ein Fischerdorf mit etwa 3500 Einwohnern an der Ostkueste der Suedinsel. Der Name stammt aus der Maorisprache und bedeutet „Platz zum Essen von Langusten“. Urspruenglich ein Ort fuer den Walfang und heute Hauptfanggebiet fuer Langusten.

                           Campervan                 Deutscher Metzger in Nelson

Das naechste Ziel ist Nelson, im Norden der Suedinsel an der Cookstrasse gelegen, mit etwa 50.000 Einwohnern. Angeblich ist Nelson der geographische Mittelpunkt von Neuseeland. Um die Region herum befinden sich die drei meistbesuchten Nationalparks Neuseelands (Abel-Tasman, Kahurangi und der Nelson-Lakes).  
Nelson hat noch viele aus Holz erbaute Haeuser aus der Kolonialzeit.
Es ist die Stadt Neuseelands, in die die meisten Deutschen ausgewandert sind. Eine Freude fuer uns, denn so koennen wir beim deutschen Metzger Wurst zum Fruehstueck einkaufen.

Weiter geht es nach Picton, auf dem Scenic Driveway durch Havelock, dem Zentrum der neuseelaendischen Muschelzucht.
Die Hafenstadt Picton mit knapp 3.000 Einwohnern befindet sich am Endpunkt einer der Fjorde des Marlborough-Sounds, dem Queen-Charlotte-Sound in der Region Marlborough im Norden der Suedinsel.
Die Stadt dient als Faehrhafen der von Wellington ueber die Cookstrasse reichenden Verbindungsstrecke zwischen der Nord- und Suedinsel.
Sehenswuerdig ist der im Hafen vor Anker liegende, restaurierte Dreimaster Edwin Fox.

Die Marlborough Sounds sind ein ausgedehntes Netzwerk an Wasserwegen und Halbinseln. Obwohl sie zumeist als fjordaehnlich bezeichnet werden, wurden sie nicht von Gletschern ausgeformt. In Wirklichkeit entstanden sie, als Erdbewegungen den Boden im ganzen Gebiet langsam absenkten und das Wasser somit in die tief gelegenen Taeler eindringen konnte. Heute ragen nur noch die hoeheren Erhebungen aus dem Meer.
Der Queen Charlotte Sound ist der oestlichste der grossen Meeresarme der Marlborough Sounds.

Picton

Treffen mit Rosi & Gerhard

                           Beachcomber

Der Queen Charlotte Track zaehlt zu den 25 schoensten Wanderwegen der Welt. Er ist 71 km lang und kann in vier Tagen erwandert oder in zwei Tagen erradelt werden, was Stefan nicht wusste. Es gibt einen Gepaecktransport und wunderschoene Resorts zum Uebernachten, was wir nicht wussten. So sind wir leider nur den ersten Teil des Tracks gewandert. Es war das Highlight unserer Reise!
Mit dem Beachcomber Boot geht es morgens um 8.00 Uhr eine Stunde durch die Queen Charlotte Sounds nach Ship Cove.

Angegeben war die Tour mit fuenf Stunden Laufzeit, dazwischen Rast, insgesamt ein Tagesausflug. Um 16.00 Uhr ging das Boot zurueck nach Picton. Trotz laengerer Pausen haben wir unser Ziel bereits um 14.00 Uhr erreicht. Somit waren wir noch etwas schneller als der fast walker...

Resolution Bay, Queen Charlotte Track

Nordinsel
Mit der Interislander geht es auf die Nordinsel. Die Ueberfahrt nach Wellington durch die Cook Strait und Marlborough Sounds dauert drei Stunden.

Unser erster Stopp auf der Nordinsel ist Wellington, die Hauptstadt von Neuseeland mit 450.000 Einwohnern. Das Gebiet ist das politische und kulturelle Zentrum des Landes sowie Mittelpunkt der neuseelaendischen Film- und Theaterindustrie.
Der gesamte Ballungsraum Wellington wird von einer aktiven geologischen Verwerfung durchzogen. Unweit des heutigen Stadtzentrums schiebt sich die leichte, dicke Australische Platte ueber die duennere, aber schwerere Pazifische Platte. Die Bewegungen dieser beiden Platten fuehrten zur Bildung dreier grosser Stoerungen. Wenn sich nun eine dieser Stoerungszonen ploetzlich bewegt, entstehen Erdbeben. Durch die starke Erdbebengefaehrdung und die haeufigen Verschiebungen der Platten in der Region Wellington entwickelte sich die Stadt zu einem der weltweit fuehrenden Zentren zur Untersuchung von geologischen Plattenverschiebungen.
Verlaesst man das Zentrum in Richtung Holiday Park, der sich nur 12 km entfernt befindet, aendert sich allerdings das Stadtbild. Es liegt Muell auf den Strassen, die Haeuser sind baufaellig und die Menschen wirken aermlich.

In der Nacht haben uns die Sandfliegen erwischt. Meine Stiche jucken nur, Stefan's haben sich entzuendet und seine Fuesse sind dick angeschwollen. Nach einem Besuch in der Apotheke, eingedeckt mit Antihistaminen, faehrt er barfuss entlang der neuseelaendischen Weinstrasse nach Napier. Es ist unser einziger schlechter Tag und es ist Stefan's Geburtstag! Noch regnet es nicht, aber der starke Wind erschwert das Fahren. Zum Glueck muss ich nicht am Steuer sitzen!

Napier ist eine Kuestenstadt an der Hawke Bay, mit ueber 56.000 Einwohnern.
Frueher verteilte sich Napier noch auf einige Inseln und zwischen wichtigen Verbindungen befanden sich ausgedehnte Sumpfgebiete. Diese Situation aenderte sich schlagartig, als Napier und die restliche Hawke Bay 1931 von einem Erdbeben mit anschliessendem Großfeuer zerstoert wurde. Zwei Erdstoesse mit einer Staerke von 7,9 auf der Richter-Skala veraenderte das Bild der Region voellig. Napier und die Nachbarstadt Hastings wurden komplett zerstoert. Das Erdbeben liess aber auch den Erdboden um 2 Meter heben, so dass 40 km˛ Neuland entstanden. Auf diesem entstand Napiers neues Lifestyle-Zentrum Ahuriri. Die Stadt wurde trotz der auch an Neuseeland nicht voruebergehenden Weltwirtschaftskrise komplett im Art Déco-Stil wieder aufgebaut. Es sollte eine Botschaft an die Menschen sein: Lasst uns eine neue Epoche beginnen. So wurden Architekturstudenten und Arbeitslose aus dem ganzen Land nach Napier gesandt und mit dem Wiederaufbau betraut. Die Pastellfarben entstanden dabei aus der Not heraus: Die Farben wurden mit Wasser gestreckt. Darueber hinaus war Art Déco eine der guenstigsten Varianten, um die Stadt wiederaufzubauen, da billige Betonplatten verwendet werden konnten und auch die Dekoration an den Haeusern in diesem Stil relativ einfach ist.
Von Architektur-Interessierten wird Napier als die am Besten erhaltene Art-Déco Stadt angesehen, nur in South Beach (Miami) befinden sich aehnlich viele Art-Déco-Gebaeude wie in Napier.
Napier ist Zentrum fuer den Anbau von Fruechten wie Aepfeln, Pfirsichen, Kiwi und vor allem in der letzten Zeit auch Weintrauben. Auch in Napier erhoeht sich die Produktion von qualitativ hochwertigen Weinen.

                       Kiwi in Waipukurau                               Napier

Auf unserem Weg liegt der ueber 600 km˛ groesste Binnensee Neuseelands, Lake Taupo. Von dort hat man einen Blick auf den 2.797 m hohen Mount Ruapehu, dem hoechsten Vulkan Neuseelands. An den Haengen befinden sich drei der vier neuseelaendischen Skigebiete.

Unser naechster Stopp ist Rotorua, ein Kurort mit 55.000 Einwohnern, am zweitgroessten See der Nordinsel gelegen. Der gesamte Distrikt ist bekannt für seine geothermalen Aktivitaeten. Hier gibt es zum Beispiel viele unterschiedliche Geysire, die teilweise bis zu 20 Meter heisses Wasser ausstossen koennen. Dadurch ist ein permanenter Schwefelgeruch typisch fuer die Stadt. 
2006 fand in Rotorua die Mountainbike Weltmeisterschaft statt.

                      Bike Shop in Rotorua                               Zorbing

Rainbow Mountain-Summit Track

26 km suedoestlich von Rotorua befindet sich der Rainbow Mountain. Da uns diese Tour empfohlen wurde, besteigen wir nun einen Vulkan. Drei Stunden soll die Wanderung dauern, bei nur 5 km. Der Gipfel zeigt zwar eine schoene Aussicht auf die Umgebung, gelohnt hat es sich aber nicht! Nach zwei Stunden sitzen wir bereits wieder im Campervan.

                                                                      Tapapa

Die kleinen Orte, durch die wir kommen, sind allerliebst.

Weiter geht es nach Hamilton, der siebtgroessten Stadt mit 130.000 Einwohnern. 30.000 Studenten studieren an den beiden Hochschulen.
Die groesste Flugzeugbau-Fabrik des Landes, Pacific Aerospace, die Teile sowohl an Boeing, als auch an Airbus liefert, hat hier ihren Firmensitz.
In Hamilton befinden sich die zweitmeisten Cafés in nur einem Strassenzug - nur noch uebertroffen von der Ponsonby Road in Auckland.
Viel los ist aber trotzdem nicht! Somit bleiben wir nur einen Tag und verzichten auf die geplante Wanderung. Berge sind eh nicht zu sehen.
Stattdessen fahren wir weiter nach Manukau, der drittgroessten Stadt Neuseelands mit 330.000 Einwohnern. Sie liegt nur 25 km vor Auckland. Die Stadt bietet die verschiedenartigsten Einkaufsmoeglichkeiten, angefangen vom eher normalen "Manukau Shopping Centre" bis hin zum "Otara Market" im polynesischen Stil.
Wir haben uns was anderes unter dieser Aussage vorgestellt und uns ueberwiegend in den Bike Shops aufgehalten.

                       Hood Street Hamilton                       Bike Shop Manukau

Unser letztes Ziel ist Auckland mit ueber 1,3 Millionen Einwohnern – einem Drittel der Landesbevoelkerung – die mit Abstand groesste Stadt des Landes.
Das landschaftliche Bild des multikulturellen Auckland wird von den ungefaehr 50 inaktiven Vulkanen gepraegt, ueber deren Ruecken sich die Grossstadt erstreckt. Ihnen verdankt die Stadt die weitlaeufigen Parkanlagen, die bis ins Zentrum reichen. Die Lage an geschuetzten Meeresbuchten traegt ebenfalls wesentlich zum Bild Aucklands bei, nicht zuletzt durch die zahlreichen Segelboote, die der Stadt den Beinamen City of Sails einbrachten.
Den besten Ueberblick ueber das Gebiet erhaelt man von der Aussichtsplattform des Sky Tower.

Auckland - City of Sails

21.1.-2.2.09

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unsere Tour auf der Suedinsel

 
 

Queen Charlotte Track

 
 
 

Interislander

 
 

Picton-Wellington

 
 

unsere Tour auf der Nordinsel

 
 

Wellington

 
 

Beehive ("Bienenkorb"), Buerogebaeude der Parlamentarier

 
 

Holiday Park Napier

 
 

Tapapa

 
 
 
 

Regatta der Louis Vuitton Pacific Series